Chronik

St. Kathrein am Hauenstein von 1200 - 2012

Ein kurzer Auszug über die Geschichte dieses Ortes in der Waldheimat Peter Roseggers.

Vor 1200

Ein Adeliger namens Hugo legte sich auf einer Anhöhe bei St. Kathrein einen befestigten Wohnsitz zu. Der Name Haustein dürfte sich demnach von "Hugostein" ableiten. In der 1. Hälfte des 15. Jh. war die Burg bereits verlassen und verfiel.

1401

Die Kirche ("Hausteiner Hof mit Kirche") wird erstmals urkundlich genannt. Es dürfte sich die ehemalige Burgkapelle als bäuerliche Andachtsstätte erhalten haben.
Um den ehemaligen Meierhof der Grundherrschaft Haustein, am Fuß des Burgberges gelegen, entwickelt sich das Dorf St. Kathrein am Hauenstein. Der Ortsname geht auf die der hl. Katharina geweihten Kirche zurück.

1545

Urkundliche Bezeichnung des Gotteshauses als "Filialkirche St. Katharina am Hirschbach", damals noch der Pfarre Ratten untergeordnet und von dort betreut.

1712

Um- und Ausbau der Kirche in ihre heutige Form, vermutlich durch den Pöllauer Baumeister Remigius Horner.

1788

Errichtung des Pfarrsprengels Haustein im Rahmen der josephinischen Pfarrregulierung.

1808

Vollendung des im späten 18. Jh. begonnenen Pfarrhofneubaues.

1892

Mit der offiziellen Pfarrerhebung durch Bischof Johannes Zwerger erhält die Pfarre St. Kathrein am 4. Oktober ihre volle Selbständigkeit.

1895

Eingemeindung des Kirchenviertels (Galizenriegel), zuvor zu Ratten gehörig.

1904

Durch den Dorfbrand am 14. Juli wurde auch die Kirche schwer beschädigt. Peter Rosegger rief zu einer großen Spendenaktion auf und trug damit entscheidend zur Wiederherstellung der Kirche bei.

1906

Weihe der wiederaufgebauten Kirche am 16. September. Die Restaurierungsarbeiten werden noch bis zum Jahre 1913 fortgesetzt.

1908

Der Mürzzuschlager Hotelier Toni Schruf erwirbt die Schürfrechte für den Braunkohlenabbau in St. Kathrein am Hauenstein.
Zu Ehren seines Freundes Peter Rosegger benennt er diese Abbaustätte "Waldheimat".
Die Anfänge dieses Bergbaues lassen sich bis in das 18. Jh. zurückverfolgen.

1923

Bau der Materialseilbahn. Über eine Länge von 16 km wird die Braunkohle über das Hauereck nach Hönigsberg im Mürztal befördert.

1943

Ab diesem Jahr wird St. Kathrein immer wieder von alliierten Fliegerverbänden überflogen und es kommt zu zahlreichen Luftkämpfen im Gebiet. Größerer Schaden wird im Ort nicht angerichtet.

1960

Am 15. Juli wird die Kohleförderung eingestellt. Im Bergwerk sind zu diesem Zeitpunkt 400 Arbeiter und 31 Beamte beschäftigt.
Die Kohleförderung erreicht zu Spitzenzeiten bis zu 500 Tonnen pro Tag.
Mit der Schließung des Kohlebergwerkes siedeln viele Einwohner Kathreins in andere Orte in der Steiermark aber auch in benachbarte Bundesländer.
Wirtschaftlich bedeutet diese Schließung einen schweren Schlag für St. Kathrein und seine Nachbarorte.

1971

Bei der Volkszählung vom 12. Mai bis 5. Juni ergibt sich ein Einwohnerstand von 1026 Personen.

1974

Am 2. März wird die 1. Oststeirische Doppelsesselbahn eröffnet. Der Lift auf das "Hauereck" überwindet auf einer Strecke von 1200 m einen Höhenunterschied von 300 m.
Auf dieser Anlage können bis zu 600 Personen in der Stunde befördert werden. Die Liftanlage bringt einen großen Aufschwung für den Fremdenverkehr.

1993

St. Kathrein am Hauenstein ist gemeinsam mit den Marktgemeinden Birkfeld und Krieglach Veranstaltungsort der Steirischen Landesausstellung mit dem Titel "Peter Rosegger".

Die Themen:

Krieglach:

Peter Rosegger und die Zeit

Birkfeld:

Peter Rosegger und das Werk

St. Kathrein:

Peter Rosegger und der Glaube

Besucherzahl insgesamt: 416.767 Personen (davon in St. Kathrein 106.929).
Damit wurde diese Ausstellung zur bisher erfolgreichsten in der Geschichte der Steirischen Landesaustellungen!
Wie viele Gemeinden in der Oststeiermark zählt auch St. Kathrein zu jenen, die auf Grund ihrer wirtschaftlichen
Struktur sehr große Bestrebungen in Richtung Fremdenverkehr gesetzt haben.

2000

Die Gemeinde tritt zur Projektgemeinschaft der Kraftspendedörfer bei.

2001

Das nahezu vierzig Jahre alte Freibad muss einer dringenden Sanierung unterzogen werden. Nach intensiver Planung entstehtd das sogenannte "Kraftspendebad". Ein naturnaher Kleinbadeteich, welcher sich sehr gut in die Landschaft der Waldheimat einfügt.

Am 15. August findet im Rahmen des Dorffestes die offizielle 600-Jahr-Feier der Gemeinde statt.

Unsere Ehrenbürgerin Anna Rabitsch verstirbt am 25. 2. 2001 im Alter von 88 Jahren. Die Musikkapelle, Abordnungen von Vereinen und der Gemeinderat nehmen von ihr Abschied.

Nach der Versetzung unseres Pfarrers Herbert Prochazka übernimmt Pfarrer Herbert Stuhlpfarrer unsere Pfarre und betreut somit die Pfarren Ratten, Rettenegg und St. Kathrein am Hauenstein.

2002

Das Postamt in unserer Gemeinde wird im Zuge der Strukturbereinigung der Post geschlossen.

Sanierung der Freizeitanlagen (Tennisplatz, Sportplatz und Minigolfanlage).

2003

Bau einer modernen Vierersesselbahn auf das Hauereck.
Die Schiliftgesellschaft, die Gemeinde und das Land Steiermark investieren in dieses wichtige Tourismusprojekt ca. 3 Mio. Euro.
Die offizielle Einweihungsfeier findet am 23. Jänner 2004 statt.
Mit dieser Anlage können zu Spitzenzeiten bis zu 1800 Personen pro Stunde bergwärts befördert werden.

2004

Bau des Geh- und Radweges abzweigend vom bestehenden Radweg R8 bis in das Ortszentrum.

Die Nahwärmegenossenschaft errichtet eine Hackgutheizung im Kellergeschoss der Volksschule und versorgt mehrere Objekte im Ortskern mit Wärmeenergie.

Die Gemeinde kauft aufgrund der Schließung des Lebensmittelgeschäftes das ehem. Kaufhaus Spreitzhofer.

2005

Im Bereich der Aufbahrungshalle wird ein öffentliches WC angebaut.

Der im Jahr 1998 begonnene Ausbau der Abwasserentsorgung unserer Gemeinde ist fertiggestellt.

Nach der Schließung des einzigen Lebensmittelgeschäftes in unserem Ort wird durch große Bemühungen von neuen Betreibern und der Gemeinde, ein moderner Sparmarkt im ehem. Kaufhaus Spreitzhofer eingerichtet und am 13. Jänner 2005 eröffnet.

Das alte Gebäude des Kaufhauses Spreitzhofer, welches als Lager diente, wird abgetragen und durch einen Neuzubau beim Geschäftshaus ersetzt.

2006

Im Rahmen eines Gesamtprojektes (Kosten rund 5 Mio. Euro) wird in unserer Gemeinde der Hochwasserschutz fertiggestellt. Begonnen wurde im Jahr 1992.

St. Kathrein und die Gemeinden der achtzehn "Kraftspendedörfer" schließen sich zum Tourismusverband "Joglland-Waldheimat" zusammen.

Die Pfarre Haustein feiert das 100-jährige Kirchweihfest nach der Brandkatastrophe im Jahr 1904.
Nach den damals zweijährigen Bau- und Renovierungsarbeiten konnte die Pfarrkirche im Jahr 1906 feierlich eingeweiht werden.

St. Kathrein a. H. „Im Wandel der Zeit – bis etwa 1960“ – Sonderausstellung der Familie Obernigg im Kulturhaus

2007

2008

Beginn und Fertigstellung des Umbaues der Volksschule in ein Schul- und Vereinszentrum
(Kosten rund 1 Mio Euro).

Herrn Pfarrer Herbert Stuhlpfarrer wird der Titel "Geistlicher Rat" verliehen.

Mit dem Großprojekt "Neubau der Ortswasserleitung" wird begonnen.

2009

29. März 2009: Feierliche Eröffnung des neuen Schul- und Vereinszentrums

2010

Fertigstellung des Projektes: „Neubau der Ortswasserversorgung“. Neufassung der Quellen, Neubau der Hochbehälter in der Bergbausiedlung sowie beim Friedhof. (Kosten rund  720.000 Euro)
September 2010: Einweihungsfeier der Wasserversorgung und des neuen Kommunalfahrzeuges (ICB Fastrac)
Gedenkjahr „Schließung des Bergbaus vor 60 Jahren - im Jahr 1960“ – Sommerausstellung der Familie Obernigg im Kulturhaus.

2011

2012

2013

2014




2015




2016



Peter-Rosegger-Gedenkjahr; anlässlich des 170. Geburtstages Peter Roseggers

Herbert Stuhlpfarrer, Pfarrer in Ratten, Rettenegg und St. Kathrein am Hauenstein, verstirbt im Dezember unerwartet wenige Tage vor seinem 71. Geburtstag und hinterlässt Abertausende von Dias.



Ireneusz Lewandowski (bisher Pfarrer von Wies, Pölfing-Brunn und St. Ulrich in Greith) wird im Juni neuer Pfarrer von Ratten, Haustein und Rettenegg.



Bau des neuen Bauhofes hinter der Volksschule. (Kosten rund € 400.000)