Pfarre Haustein

Einen zentralen Stellenwert im Ortsgeschehen nimmt seit jeher die Pfarre ein. Ein Umstand, der sich über die Jahrhunderte hinweg natürlich auch auf das Ortsbild und die Kultur im Ort ausgewirkt hat.

Dass die Gründung einer eigenen Pfarre Anno dazumal nicht ganz einfach war, geht aus den Urkunden über die seinerzeitigen Eingaben von verschiedenen Befürwortern aber auch Gegnern einer eigenständigen Pfarre deutlich hervor. So gibt es zum Beispiel einen Brief des Pfarrers von Fischbach an den damaligen Bischof mit dem strengen Hinweis, dass eigentlich in erster Linie der Hausteiner-Wirt an einer eigenen Pfarre Interesse habe, um dadurch an den Sonn- und Feiertagen mehr Geschäft machen zu können! Der Pfarrer äußerte weiters, dass die Landauer Bauern folgende schwere Anschuldigung gegen St. Kathrein erhoben: "Sie halten Haustein nur für einen Schlupfwinkel für schlechte Christen, welche nicht gerne beten, sondern, weil der Gottesdienst dort (in St. Kathrein) nur ganz kurz ist, lieber die Zeit im Wirtshaus mit Spielen, Tanzen, Saufen oder Müssig gehen zubringen möchten". Seit dem heißt es, dass alle wirklichen Christen in Landau bisher stets nach Fischbach in die Kirche gegangen seien!

Nun, Kathrein bekam letztlich doch seine eigene Pfarre und mit dem Müssiggang und so weiter wird es wahrscheinlich in anderen Pfarren auch nicht gerade Anders zugegangen sein.

Einen ganz wesentlichen Stellenwert in seinen Geschichten und Erzählungen hat die Pfarrkirche aber auch bei Peter Rosegger.
Schon seine ersten Kindheitserinnerungen bis zu seinen Lehrjahren und seinen späteren Jahren in Graz haben ihn immer wieder in irgendeiner Form zurück nach St. Kathrein und seiner Lieblingskirche gebracht (Zitat: Ich habe den Kölner und den Mailänder Dom gesehen und die Peterskirche in Rom aber die süße Himmelsstimmung wie in dem weißen, lichten Kirchlein zu Kathrein am Hauenstein habe ich sonst nirgends gefunden").

Rosegger bewies seine Liebe zur Kirche auch in der schwersten Zeit im Jahre 1904. Dabei wurde sie bei einem Dorfbrand ziemlich zerstört und Rosegger war es, der als damals schon über die Grenzen des Landes hinaus bekannter Dichter und Schriftsteller eine Spendenaktion für den Wiederaufbau der Kirche in nationalen und internationalen Zeitungen initiierte.

Nach dem Wiederaufbau der Kirche erlebte die Pfarre St. Kathrein alle wechselvollen und dramatischen Ereignisse bis in die heutige Zeit.

Vieles, was heute in Kathrein in irgendeiner Form auf kultureller Ebene abläuft hat direkt oder indirekt mit der Pfarre und seinen engagierten Vertretern zu tun.

Seit Oktober 2001 wurde die Pfarre St. Kathrein von Pfarrer Herbert Stuhlpfarrer neben den Pfarren von Ratten und Rettenegg betreut. Herrn Pfarrer Herbert Stuhlpfarrer wurde im Jahr 2008 der Titel "Geistlicher Rat" verliehen.
Gott hat unseren Herrn Pfarrer Geistlichen Rat Herbert STUHLPFARRER unerwartet am 17. Dezember 2014 heimgeholt. Wir Danken ihm für sein Wirken und seine Bemühungen um unser Dorf sowie um unsere Bürgerinnen und Bürger.



Wir freuen uns, dass unsere Pfarre Haustein seit Juni 2015 wieder von einem fixen Pfarrer
                        Herrn Pfarrer Ireneusz Lewandowski
(bisher Pfarrer von Wies, Pölfing-Brunn und St. Ulrich in Greith)
betreut wird. Auch er betreut die 3 Pfarren von Ratten, Rettenegg und St. Kathrein am Hauenstein gemeinsam.




Bei Fragen rund um die Pfarre wenden Sie sich bitte an Frau Annemaria DISSAUER (Vorsitzende Pfarrgemeinderat) Tel.: 03173/2809