Illegale Online Casinos in Deutschland
Dies ist auch der Grund, warum Anbieter wie Wunderino oder DrückGlück in ihren bundesweit ausgestrahlten TV-Spots auf diese Einschränkung hinweisen (müssen). Update vom 4.
Werbeinhalte: Das sind die gesetzlichen Bestimmungen
P. Baxxter trommelt für die Website mit dem Slogan „Dein Casino ohne Schnickschnack“. Analog zu anderen Angeboten lockt Hyperino mit Freispielen. Wenngleich bundesweit geworben wird, gilt das Angebot vorgeblich „nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein“. Hintergrund dieser wundersamen Floskel: Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, das bis auf Weiteres Online-Glücksspiel-Genehmigungen erteilt.
Ist Werbung für Sportwetten erlaubt?
Zwölf Anbieter besitzen derzeit eine solche Lizenz. Abgesehen von dieser Ausnahme ist Online-Glücksspiel in Deutschland grundsätzlich illegal. Fundamentale Fortschritte mit Blick auf Spielerschutz, Suchtprävention und nicht zuletzt Steuereinnahmen versprechen sich Branche und Bundesländer von einer Reform des zugrundeliegenden Glücksspiel-Staatsvertrags, der allerdings erst Mitte 2021 in Kraft treten soll. Update vom 22. Januar 2020: Laut dpa haben sich die Bundesländer auf eine Reform des Glücksspiel-Staatsvertrags verständigt.
Anbieter spielen auf Zeit
Was sich konkret ändert (und zwar bundesweit), erfahren Sie in dieser Zusammenfassung. Update vom 5. Dezember 2019: Kaum eine Woche vergeht, ohne dass neue Anbieter von Casino-Portalen mit flächendeckender TV-Werbung aggressiv um Kunden buhlen. Neu auf dem Markt ist zum Beispiel Wildz: Analog zu anderen Betreibern wird im Werbespot Domain Wildz.de beworben – dort sind ausschließlich kostenlose, anmeldefreie Spiele ohne Geldeinsatz zu finden. Die Website wird von einem Unternehmen mit Sitz in Gibraltar betrieben. Dezember 2019: Geht es nach den Vorstellungen der Bundesländer, soll der Online-Glücksspielmarkt komplett unter staatliche Aufsicht gestellt werden.
| Spielart | Typische Werbebotschaft | Vermarkteter Nutzen | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Sportwetten | Spannung & Fachwissen belohnen | Unterhaltung, "Mitwissen" | Sportbegeisterte, v.a. Männer |
| Online-Casino (Slots) | Spaß & schnelle Unterhaltung | Eskapismus, kurze Spieleinheit | Breites Publikum, 21+ |
| Poker | Geschick & Strategie | Herausforderung, Community | Jüngere, kompetitive Spieler |
| Lotto & Keno | Traum vom großen Glück | Hoffnung, einfache Teilnahme | Traditionelle, breite Altersgruppen |
Das berichtet die FAZ unter Berufung auf einen Entwurf der CDU-geführten NRW-Staatskanzlei.
Fazit: Spiele nie in illegalen Online Casinos
Und das, obwohl die Behörde bereits großzügige „Ausnahmen“ bis zu 30.000 € monatlich gewährt hat. BgSwW-Pressemitteilung: „Pokal-KO für tipico!“ – Keine Wettwerbung auf Amateurplätzen!13. Die „wunderbare Casino-Welt“ von Anbietern wie Wunderino, Hyperino oder DrückGlück richtet sich nur an Glücksspieler in Schleswig-Holstein – soweit die Theorie. Update vom 24. Juni 2020: Hamburg macht Ernst: Die Innenbehörde der Hansestadt hat nach Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung eine Strafanzeige gegen die Sportwetten-Riesen Tipico, Bwin und Bet3000 gestellt.
Wichtige Zahlen 2024 im Überblick:
Auf Anfrage habe die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigt, dass diese Anzeigen derzeit geprüft werden. Im Raum steht die „unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels“ – konkret: die Online-Casino-Angebote auf den Websites der drei Unternehmen, darunter Roulette, Poker, Black-Jack und Spielautomaten. Bwin ist unter anderem Partner von Borussia Dortmund und des Deutschen Fußballbunds (DFB) – Tipico ist langjähriger Sponsor des FC Bayern München: Vorstand Oliver Kahn wirbt für den Anbieter in TV-Spots. Auf NDR-Anfrage halten sowohl Bwin als auch Tipico an der Einschätzung fest, dass der bislang geltende Glücksspiel-Staatsvertrag gegen Europarecht verstoße. Bis zum Inkrafttreten der Glücksspiel-Reform vergeht noch ein gutes Jahr.
Einrichtung des Spielkontos
Mehrere Bundesländer plädieren dafür, Gesetzesverstöße bis auf Weiteres zu dulden – Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Baden-Württemberg sind strikt dagegen, ebenso Suchtberatungsstellen und die Bundesdrogenbeauftrage Daniela Ludwig (CSU). Update vom 19. Juni 2020: Unter den Bundesländern tobt ein Streit um die vorläufige „Duldung“ von Online-Casinos. Nach NDR-Recherchen setzen sich insbesondere Hessen und Sachsen dafür ein, Angebote ohne Lizenz bis auf Weiteres nicht juristisch zu belangen. Hintergrund: Für das kommende Jahr ist das Inkrafttreten des neuen Glücksspiel-Staatsvertrags geplant, der den Marktzutritt und die Werbung neu regelt. Auch der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) hat sich zuletzt gegenüber den Ländern für eine stärkere Regulierung stark gemacht, um dem Grau- und Schwarzmarkt einen Riegel vorzuschieben. Update vom 19.
Konsequenzen bei Verstößen gegen den GlüStV
Gleichzeitig bewirbt der Spot mit dem tanzenden Gorilla natürlich auch die Marke „Wildz“. Wer stumpf nach „Wildz“ googelt, wird schon auf der ersten Treffer-Seite fast ausschließlich auf die zugehörigen .com-Domains verwiesen – inklusive klassischer Spielautomaten, Roulette, Blackjack und so weiter. Auf der Startseite des deutschsprachigen Portals werden Freispiele und Boni für die Ersteinzahlung angepriesen. Weil die .com-Portale der maltesischen Glücksspiel-Aufsicht unterliegen, haben die deutschen Behörden keine Handhabe. Online-Glücksspiel ist in Deutschland illegal – einzig Schleswig-Holstein erteilt Lizenzen, die allerdings nur für Bewohner dieses Bundeslands gelten. September 2019: Laut dpa-Meldung hat sich Schleswig-Holsteins Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP zusammen mit der Opposition der SSW auf eine einheitliche Position zum Thema Glücksspiel verständigt.
- Werbung in Fachmagazinen und auf Branchenmessen
- Direktmarketing per E-Mail an registrierte Nutzer
- Telefonwerbung nur mit ausdrücklicher Einwilligung
- Printwerbung in bestimmten, adulten Zielgruppen-Publikationen
Demnach will sich das Bundesland für eine staatliche Regulierung und Überwachung des Online-Glücksspiel-Markts einsetzen – auch, um Betrug und Geldwäsche zu unterbinden.
Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Bislang ist Online-Glücksspiel in Deutschland verboten: Zwölf Anbieter berufen sich auf eine umstrittene Lizenz des Landes Schleswig-Holstein (siehe nachfolgende Einträge). Strikt gegen ein solches Moratorium haben sich Bundesländer wie Hamburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg ausgesprochen. Auf NDR-Anfrage betont zum Beispiel das Land Bremen, dass es keinen Anlass für eine vorläufige Duldung gebe, da Glücksspiel mit hoher Suchtgefahr verbunden sei. Kritik an der Aussetzung der Strafverfolgung kommt auch vom Fachverband Glücksspielsucht. Der Plan von Hessen und Sachsen sei „weder aus suchtpolitischer noch aus rechtsstaatlicher Perspektive nachvollziehbar“ – dadurch werde das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben.
Printmedien, Radio und Fernsehen: Werbung nur nachts
Der Verband fordert Gesetzestreue von Marktteilnehmern, die sich im nächsten Jahr um die neue Lizenz bewerben wollen. Aus Sicht der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) ist die Duldung von illegalem Glücksspiel „absolut inakzeptabel“. Update vom 10. Juni 2020: „Dieses Angebot gilt nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein“ – es ist just dieses Kleingedruckte, das ein Dutzend Online-Casino-Anbieter wie Hyperino, Wunderino & Co. dazu ermächtigt, breitflächig im Fernsehen für Glücksspiel-Portale zu werben.
Intransparente Bonusbedingungen
Mit solchen Lizenzen bildet das nördlichste Bundesland weiterhin eine Ausnahme – andere Bundesländer reagieren zunehmend gereizt auf diesen Sonderweg. Die Drähte in die Glücksspiel-Industrie sind so intensiv, dass die Heimstätte von Handballmeister THW Kiel ab 1. Juli den Namen „Wunderino-Arena“ trägt. Jetzt hat die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) zwei „marktstarken Internet-Casino-Betreibern“ die Werbung für einzelne Angebote untersagt. Um welche Unternehmen es sich handelt, geht aus der Meldung nicht hervor. Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) wird mit den Worten zitiert, es sei Pflicht der Politik, den legalen entgeltlichen Spielkonsum „auf einen angemessenen Umfang zu beschränken“.
| Werbekanal | Zielgruppe | Vorteil | Herausforderung |
|---|---|---|---|
| TV & Streaming-Werbung | Breite Masse, 25+ | Hohe Reichweite & Glaubwürdigkeit | Strikte Sendezeitbeschränkungen (ab 21 Uhr) |
| Online-Video (YouTube, etc.) | Jüngere, digitale Zielgruppe | Gezielte Ansprache, Trackability | Strenge Altersverifikation nötig |
| Sport-Sponsoring (Bundesliga) | Sportinteressierte, Männer | Positive Imagetransfer | Kritik von Verbraucherschützern |
| Affiliate-Marketing | Informierte Spieler | Performance-basiert, kosteneffizient | Haftung für Partner-Inhalte |
Meldung vom 16. September 2019: Wer es versäumt, rechtzeitig aus TV-Werbepausen herauszuzappen, entkommt ihnen nur schwerlich: Spots, die für Online-Casinos wie „Wunderino“ oder „DrückGlück“ werben.
- Sponsoring von Fußball-Bundesliga-Vereinen durch Wettanbieter
- Werbeplatzierungen auf Trikots, Bandenwerbung und in Stadien
- Exklusive Partnerschaften zwischen Ligen und Glücksspielanbietern
- Debatte über den Einfluss auf junge Zuschauer
Der Deal: 10 Euro einzahlen – mit 50 Euros spielen.
- Prominente Testimonials unterliegen strengen Auflagen
- Keine Darstellung von Glücksspiel als gesellschaftlicher Erfolgsfaktor
- Werbung darf nicht den Eindruck besonderer Fachkenntnis vermitteln
- Begrenzung der Häufigkeit von Werbespots in bestimmten Zeiträumen
Off-Sprecher und Text weisen pflichtschuldig darauf hin, dass sich das Angebot nur an die etwas mehr als 2 Millionen volljährigen Spieler in Schleswig-Holstein richtet – nicht aber an den Rest der Republik.
| Instanz | Aufgabenbereich | Einfluss auf Werbung |
|---|---|---|
| GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde) | Vergabe Lizenzen, Marktüberwachung | Prüfung & Ahndung von Werbeverstößen |
| Landesmedienanstalten | Aufsicht über Rundfunk & Telemedien | Einhaltung von Sendezeitregeln & Jugendschutz |
| Deutscher Werberat | Freiwillige Selbstkontrolle | Rügen bei unsittlicher oder irreführender Werbung |
| Wettbewerbszentrale | Verfolgung unlauteren Wettbewerbs | Abmahnung bei rechtswidriger vergleichender Werbung |
Der Grund für diese außergewöhnliche Klausel: Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, das bis auf Weiteres Online-Glücksspiel-Genehmigungen erteilt. Zwölf Lizenznehmer listet die Website der Landesregierung derzeit, darunter bekannte Marken wie Pokerstars, Merkur, Löwen Play und Tipico (respektive deren Auslands-Töchter).
Welche Auswirkungen hat das Verbot auf illegale Glücksspielanbieter?
In der Praxis bedeutet dies, dass beide Anbieter nicht mehr im saarländischen Teil des World Wide Web für „nicht erlaubnisfähiges öffentliches Glücksspiel“ werben dürfen. Zur Begründung verweist die LMS auf eine vorgebliche Zusage Schleswig-Holsteins, für eine Begrenzung der Werbung sorgen zu wollen. Denn die zurückliegenden Wochen und Monate vermitteln den gegenteiligen Eindruck: Bei Privat- und Nischen-Sendern – von N-TV bis Sport1 – läuft mehr TV-Werbung für Online-Casinos denn je. Die LMS sorgt sich insbesondere um Kinder und Jugendliche, zumal die Werbung zu allen Tageszeiten geschaltet wird. „Die LMS hat sich daher entschlossen, Schritte zu ergreifen, damit über schleswig-holsteinische Alleingänge unter der Geltung des aktuellen Glücksspielstaatsvertrages nicht das Ziel der Glücksspielsuchtbekämpfung gerade auch in Corona-Zeiten massiv gefährdet wird“, kündigt LMS-Direktorin Ruth Meyer an.
Internet-Glücksspielwerbung: Zusammenarbeit mit anderen
Die Bundesländer haben sich auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag verständigt, der im kommenden Jahr in Kraft treten soll und just die beanstandete Werbung für Online-Poker und -Casinos bundesweit zulässt. Allerdings sieht das neue Regelwerk auch Werbebeschränkungen sowie Auflagen zur Suchtprävention vor, beispielsweise Einzahlungs-Limits. Dem politischen Druck haben sich offenbar bereits marktführende Zahlungsdienstleister gebeugt: Nach einem NDR-Bericht hat Kreditkartenanbieter Visa seine Partnerbanken angewiesen, dass sie keine Zahlungen für illegale Online-Casinos mehr abwickeln dürfen. Das federführende niedersächsische Innenministerium ist laut NDR mit 20 Dienstleistern im Gespräch. Update vom 20.
Änderung von Zahlungsdaten
April 2020: Dürfen Spielhallen während der Corona-Krise öffnen? Nein, hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in der vergangenen Woche entschieden. Weil Spielotheken geschlossen bleiben müssen, intensivieren Online-Casinos spürbar die TV- und Online-Werbung. Besonders umtriebig: Mr Green, DrückGlück und Megapixel Entertainment, das in Deutschland unter den Marken „Wunderino“ und „Hyperino“ auftritt. Besonders aggressiv wird derzeit für cas casino promo code ohne einzahlung 2026 Hyperino geworden: Scooter-Frontmann H.
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